Beschwerdebild
Tennisarm (Epicondylitis)
Der Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis) ist eine schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze am äußeren Ellenbogen, ausgelöst durch anhaltende Überlastung der Handgelenkstrecker. Betroffen sind längst nicht nur Sportler, sondern vor allem Menschen mit repetitiven Arm- und Handbewegungen. Eine gezielte Physiotherapie mit exzentrischem Training bildet den Kern einer nachhaltigen Behandlung.
Zuletzt aktualisiert: · Fachlich geprüft von Safwat Meshal Alazmeh, staatl. anerk. Physiotherapeut
Symptome erkennen
Typische Symptome bei Tennisarm (Epicondylitis)
Hintergründe
Mögliche Ursachen
Therapie
Behandlungsansatz
Bei PhysioHome behandeln wir den Tennisarm nach einem aktiven, belastungsorientierten Konzept mit dem exzentrischen Training der Handgelenkstrecker als zentralem Baustein, das den Sehnenumbau gezielt anregen soll. Ergänzend lösen wir über manuelle Therapie Verspannungen und Verklebungen der Unterarmmuskulatur und mobilisieren bei Bedarf die angrenzenden Gelenke und die Halswirbelsäule. Zur Schmerzlinderung in der Reizphase setzen wir Ultraschall und Kältetherapie ein, während ein individuell angelegtes Kinesio-Taping die Streckmuskulatur im Alltag entlasten kann. Begleitend beraten wir Sie zur Anpassung belastender Bewegungen am Arbeitsplatz und im Alltag.
Empfohlene Therapien bei Tennisarm (Epicondylitis):
Leiden Sie unter Tennisarm (Epicondylitis)? Wir kommen zu Ihnen!
Gerade bei Tennisarm (Epicondylitis) kann eine Behandlung in Ihrer gewohnten Umgebung besonders wohltuend sein. Unsere Therapeuten besuchen Sie zu Hause.
Gerade bei ausgeprägten Beschwerden fällt schon das Autofahren mit dem schmerzhaften Drehen des Lenkrads oder Schalten schwer, sodass der Weg in die Praxis zur Belastung wird. Im Rahmen eines Hausbesuchs behandeln wir Sie in Ihrer gewohnten Umgebung und können die auslösenden Bewegungen direkt an Ihrem Arbeitsplatz oder in Ihrer Küche analysieren. So lassen sich das Übungsprogramm und ergonomische Anpassungen praxisnah in Ihren Alltag integrieren.
Häufige Fragen
FAQ - Tennisarm (Epicondylitis)
Warum heißt es Tennisarm, obwohl ich gar kein Tennis spiele?
Der Begriff stammt aus einer Zeit, in der die Beschwerde häufig bei Tennisspielern beobachtet wurde. Tatsächlich entsteht ein Tennisarm aber weitaus öfter durch berufliche oder alltägliche Belastungen wie Handwerksarbeiten, Montagetätigkeiten oder langes Arbeiten an Maus und Tastatur. Ausschlaggebend ist die wiederholte Überlastung der Handgelenkstrecker, unabhängig von der konkreten Tätigkeit.
Wie lange dauert es, bis ein Tennisarm ausheilt?
Ein Tennisarm braucht in der Regel Geduld und Zeit. Je nach Dauer und Schwere der Beschwerden ist mit einem Heilungsverlauf von mehreren Wochen bis einigen Monaten zu rechnen. Entscheidend für den Erfolg sind ein konsequentes exzentrisches Übungsprogramm und die Anpassung der belastenden Tätigkeiten. Wir begleiten Sie über den gesamten Verlauf und passen die Übungen an Ihren Fortschritt an.
Soll ich meinen Arm bei einem Tennisarm schonen oder belasten?
Vollständige Schonung ist beim chronischen Tennisarm meist nicht zielführend, da das Sehnengewebe einen dosierten Belastungsreiz zur Regeneration benötigt. Sinnvoll ist es, akut schmerzauslösende Bewegungen zu reduzieren, gleichzeitig aber ein kontrolliertes, schmerzadaptiertes Krafttraining durchzuführen. Ihre Therapeutin oder Ihr Therapeut zeigt Ihnen, wie Sie die Belastung richtig dosieren.
Was bringt exzentrisches Training beim Tennisarm?
Beim exzentrischen Training wird die Streckmuskulatur unter langsamer Verlängerung belastet, etwa beim kontrollierten Absenken einer Hantel im Handgelenk. Diese Belastungsform kann den Umbau und die Neuordnung der Sehnenfasern anregen und die Belastbarkeit des Gewebes verbessern. Sie gilt als zentraler und gut untersuchter Baustein in der Behandlung von Sehnenansatzbeschwerden.
Hilft eine Bandage oder ein Tape beim Tennisarm?
Eine Epicondylitis-Spange oder ein Kinesio-Taping kann die Zugbelastung auf den gereizten Sehnenansatz reduzieren und so kurzfristig Schmerzen lindern. Diese Hilfsmittel sind jedoch eine Ergänzung und kein Ersatz für das aktive Übungsprogramm, das die eigentliche Ursache angeht. Wir zeigen Ihnen die korrekte Anwendung und kombinieren sie sinnvoll mit dem Training.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; im Notfall wählen Sie den Notruf 112.